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Bitcoin & Co. in der Steuererklärung

Clever Verluste verrechnen!

Beim Kryptogeld-Absturz 2018 haben einige Investoren Verluste realisiert. Die gute Nachricht ist: Die Verluste lassen sich von der Steuer absetzen. Der folgende Artikel gibt einen kurzen Einblick in die Besteuerung von Kryptogeld-Geschäften.

16. Januar 2019 - Patrick Bernd Findeis

Patrick Bernd Findeis

Steuerberater

CEO Dornbach Nexxt

0261 94 31  313

0151 156 550 34

pfindeis@dornbach.de

Das Finanzamt interessiert sich für den An- und Verkauf von Kryptogeld durch private Investoren nur in engen Grenzen. Nur wenn der Handel mit Kryptogled die Voraussetzungen eines sogenannten privaten Spekulationsgeschäfts erfüllt, sind Gewinne und Verluste steuerlich relevant. Der folgende Artikel erläutert die Begriffe und fasst sie in einem kurzen Fazit zusammen.

 

Spekulationsgeschäft

 

Ein privates Spekulationsgeschäft nach dem Einkommensteuergesetz liegt vor, wenn zwischen Erwerb und Veräußerung eines Wirtschaftsguts ein Jahr oder weniger vergangen ist. Bei der Berechnung der Zeitspanne wird unterstellt, dass zuerst gekaufte Kryptos als erstes verkauft werden (FiFo Prinzip: First in – First out). Liegen mehr als ein Jahr zwischen den so zugeordneten Geschäften, dann beteiligt sich das Finanzamt nicht am Ergebnis – egal ob Gewinn oder Verlust.

Verliert man seine Kryptos, dann liegt kein Verkauf vor und damit auch kein Verlust, an dem sich das Finanzamt beteiligen würde. Kryptos können verloren gehen, wenn die zugehörige Börse schließt oder man schlicht sein Wallet oder den Schlüssel dazu verliert.

 

Gewinne und Verluste berechnen

 

Die erste Aufgabe ist, alle (!) Käufe von Kryptos, getrennt nach den einzelnen Kryptowährungen, aufzustellen. Das ist wichtig, damit die FiFo Zuordnung richtig und vollständig ist.

Im zweiten Schritt kommen jetzt alle Verkäufe der Kryptos dazu – auch hier getrennt nach den einzelnen Kryptowährungen.

Im dritten Schritt müssen die Verkäufe den Käufen chronologisch zugeordnet werden. Dabei kann ein Kauf mit mehreren Verkäufe in Verbindung stehen oder ein Verkauf mit mehreren Käufen. Durch zeitlich überschlagende Käufe und Verkäufe können sogar komplexe Mehrfach-Verbindungen entstehen. Achtung! Wenn sich hier Fehler einschleichen, sind alle Berechnungen falsch.

Im vierten Schritt werden aus den Zuordnungen zwischen Käufen (Aufwand) und Verkäufen (Erträgen) die Gewinne und Verluste ermittelt. Jetzt sind wir kurz vor dem Ziel.

Im fünften und letzten Schritt müssen die Verkäufe rausgesucht werden, die im jeweiligen Steuerjahr (zBsp 2018) erfolgt sind und bei denen die zugeordneten Käufe ein Jahr oder weniger zurückliegen. Ist ein Verkauf nicht nur einem Kauf, sondern mehreren Käufen zugeordnet, muss die Jahresfrist (Zeit zwischen Kauf und Verkauf) für jede einzelne Zuordnung getrennt ermittelt werden. In solchen Fällen ist nur der innerhalb der Jahresfrist realisierte Gewinn oder Verlust steuerlich relevant.

 

Gewinne versteuern

 

Bleiben im Steuerjahr insgesamt Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften übrig und liegen die Gewinne insgesamt unter 600 €, dann fällt keine Einkommensteuer an. Bei den 600 € handelt es sich um eine Freigrenze – das heißt, betragen die Gewinne insgesamt 600 € oder mehr, dann unterliegt der volle Betrag der Einkommensteuer. Gewinne bis 599,99 € bleiben insgesamt steuerfrei.

 

Verluste abziehen, aber richtig

 

Sind die 5 Schritte zur Gewinnermittlung erfolgreich durchschritten und bleiben unterm Strich Verluste für das Steuerjahr (zBsp 2018) übrig, können diese nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften (zBsp Gold oder Grundstücke – aber nicht Aktien) verrechnet werden. Mit anderen Einkünften wie Arbeitslohn oder Mieteinnahmen können die Verluste nicht verrechnet werden.

Stehen keine verrechenbaren Einkünfte im Steuerjahr zur Verfügung, dann werden die Verluste ein Jahr zurückgetragen und dort ggf. mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet. Das macht das Finanzamt ohne weiteren Antrag automatisch.

Bleiben dann noch Verluste übrig, wird der verbleibende Verlustvortrag vom Finanzamt festgestellt und in den kommenden Jahren berücksichtigt.

 

Kryptos im Betriebsvermögen

 

Werden Kryptos im Betriebsvermögen gehalten, fällt grundsätzlich die Jahresfrist weg und sämtliche realisierte Gewinne und Verluste sind steuerlich relevant. Hier ist unser Rat, auf die Unterstützung eines Steuerberaters zurückzugreifen.

Fazit

 

Der Umgang mit Kryptos in der Steuererklärung kann sehr aufwändig werden. Auch wenn Webdienste wie Cryptotax und Cointracking einige steuerliche Klippen umschiffen, bleiben Fragen offen. Verlangt das Finanzamt Auskünfte, ist spätestens dann die Unterstützung eines Steuerberaters hilfreich. Denn sind Amtsschreiben von vorneherein schon sperrig zu lesen, ist ein mit steuerlichen Fachbegriffen gespickter Brief des Finanzamts die Kirsche auf dem Sahnehäubchen des Amtsdeutsch.

Daher unser Rat: Haben Sie mit Kryptos gehandelt und wollen sich Arbeit und Kopfschmerzen ersparen, kommen Sie gleich zu uns – Kopfschmerzfreie Steuererklärungen sind unsere Stärke!

Kontaktdaten

Patrick Bernd Findeis

Steuerberater

CEO Dornbach Nexxt

0261 94 31  313

0151 156 550 34

pfindeis@dornbach.de